Projektgruppe am Universitätsklinikum Regensburg

Projektleitung:

Professor Dr. med. Matthias Edinger
Universitätsklinikum Regensburg
Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Tel:  +49 / 9 41 / 9 44 – 55 80
Fax: +49 / 9 41 / 9 44 – 55 81
matthias.edinger@klinik.uni-regensburg.de
www.onkologie-regensburg.de

Projekt

„Adoptiver Transfer CD4+CD25+ regulatorischer T-Zellen zur Induktion von Toleranz“

Hintergrund

Die allogene Stammzelltransplantation ist eine kurative Therapieoption für Patienten mit malignen und einigen nicht-malignen Erkrankungen der Blutbildung. Spender-T-Zellen tragen zum Therapieerfolg der allogenen Stammzelltransplantation bei, da sie das Anwachsen der Stammzellen fördern, die Immunfunktion nach Transplantation stärken und antitumorale Wirkungen vermitteln (Graft-versus-Leukämie/Lymphom-Effekt, GVL). Andererseits können Spender-T-Zellen auch Organe des Empfängers attackieren und dadurch eine Spender-gegen-Wirts-Erkrankung (Graft-versus-Host Disease, GVHD) auslösen, die für die hohe Morbidität und Mortalität dieser Therapieform verantwortlich ist.
Zentrales Ziel der Transplantationsforschung ist deshalb die Entwicklung von Strategien, die eine Übertragung von T-Zellen erlauben, ohne gleichzeitig das Risiko für die Auslösung einer GVH-Erkrankung zu erhöhen. In tierexperimentellen Studien konnten wir zeigen, dass CD4+CD25+ regulatorische T-Zellen (Treg) immunsuppressiv wirken und keine GVHD auslösen können. Werden diese Treg-Zellen des Spenders vor Transplantation hochgradig angereichert und mit den Stammzellen ko-transplantiert, können sie vor GVHD schützen, ohne die GVL-Aktivität konventioneller Spender-T-Zellen zu blockieren.

Ziel

Ziele des Projektes sind

Darüber hinaus soll mittelfristig der Einsatz von Treg-Zellen zum Schutz vor Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation untersucht werden sowie ihre Wirksamkeit zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, insbesondere von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk