Projektleitung:

PD Dr. med. Rika Draenert
Klinikum der Universität München
Medizinische Poliklinik / Abteilung Infektiologie
Pettenkoferstraße 8a
D – 80336 München

Tel: 00 49 / (0) 89 / 51 60 – 75 78
Fax: 00 49 / (0) 89 / 51 60 – 35 93
rika.draenert@med.uni-muenchen.de
http://infektiologie.klinikum.uni-muenchen.de

Projekt

„Entwicklung einer Impfung gegen Medikamentenresistenzmutationen von HIV-1“

Hintergrund

Weltweit sind 33 Millionen Menschen mit dem Virus HIV-1 infiziert, von denen die Mehrheit in Entwicklungsländern lebt (UNAIDS 2007). Antiretrovirale Therapie kann den Erkrankungsfortschritt verhindern, jedoch ist sie durch Nebenwirkungen, virale Resistenzentwicklung und hohe Kosten limitiert. Die zelluläre Immunantwort auf HIV kann die Virämie vorübergehend kontrollieren. Aber in den meisten Fällen kommt es ohne medikamentöse Therapie nach einer Latenzphase doch zum Krankheitsfortschritt.

Ziele

Wir wollen die beiden Ansätze zur Kontrolle von HIV-1 kombinieren, indem wir eine Impfung entwickeln, die gegen Medikamentenresistenzmutationen von HIV-1 gerichtet ist. Damit wollen wir eine längere Kontrolle der Virämie mit nebenwirkungsärmeren und billigeren Therapien erreichen. Im hier geplanten Projekt, werden CD8-T-Zellepitope, die Medikamentenresistenzmutationen enthalten, genau definiert. Im zweiten Schritt sollen diese CD8-T-Zellantworten auf ihre Effektivität getestet werden.

Vorgehensweise

Wir haben mit der Lamivudinresistenz M184V begonnen und bereits Patienten identifiziert, die synthetische Peptide, die die M184V-Mutation enthalten, erkennen. Als nächster Schritt wird nun die genaue Epitop-Länge und die HLA-Restriktion austitriert. Die Effektivität der CD8-T-Zellantworten soll dann sowohl ex-vivo durch Messung der Polyfunktionalität als auch in-vitro durch virale Hemmtests geprüft werden.

Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk