Projektleitung:

Professor Dr. med. Helmut Diepolder
Klinikum der Universität München – Großhadern
Medizinische Klinik II
Marchioninistraße 15
D – 81377 München

Tel:  00 49 / (0) 89 / 70 95 – 30 21
Fax: 00 49 / (0) 89 / 70 95 – 88 87
helmut.diepolder@med.uni-muenchen.de
www.klinikum.uni-muenchen.de

Projekt

„Adoptiver T-Zell-Transfer als neue Behandlungsstrategie bei chronischer Hepatitis C“

Hintergrund

Die Hepatitis-C-Virusinfektion führt bei mehr als 80% aller Patienten zu einer chronischen Hepatitis und kann zur Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinom führen. Die aktuell verfügbaren Therapien erreichen nur bei etwa 50% der Patienten mit chronischer Hepatitis C die dauerhafte Viruselimination. Immunologische Therapien, welche die virusspezifische T-Zell-Antwort stimulieren, sind ein vielversprechender neuer Ansatz, für den in ersten Phase-I-Studien bereits ein „proof of concept“ existiert.

Ziele

Das Ziel dieses Projektes ist es, die Vorraussetzungen zu schaffen, um Patienten mit chronischer Hepatitis C mit adoptivem Transfer von autologen Hepatitis-C-Virus-spezifischen T-Zellen zu behandeln. Mittels autologer dendritischer Zellen, deren Kultivierung vom Institut für Molekulare Immunologie der Helmholtz-Gesellschaft etabliert wurde, sollen Virus-spezifische CD4+ und CD8+ T-Zellen in vitro expandiert und funktionell charakterisiert werden. Neben der Etablierung des Therapieprotokolls soll die Bedeutung von inhibitorischen Rezeptoren wie PD-1 und CTLA-4 für die Expansion und funktionelle Erholung der Virus-spezifischen T-Zellen untersucht werden.

Vorgehensweise

Von Patienten mit chronischer Hepatitis C werden autologe dendritische Zellen kultiviert. Entsprechend eines Protokolls, das vom Institut für Molekulare Immunologie (Professor Dr. Dolores Schendel) etabliert wurde, sollten diese optimal ausdifferenziert werden, um virusspezifische T-Zellen zu expandieren. Die Effizienz der Antigenpräsentation durch dendritische Zellen wird korreliert mit der Bedeutung von inhibitorischen Rezeptoren wie PD-1 und CTLA-4. Aufbauend auf diesen grundlegenden in-vitro-Experimenten werden das Protokoll für die klinische Studie entworfen und die Züchtung autologer virus-spezifischer T-Zellen unter GMP-Bedingungen etabliert. Gleichzeitig wird die Zulassung des Studienkonzepts durch Ethikkomission und Behörden verfolgt, um am Ende der Förderperiode alle Vorraussetzungen zum Beginn der klinischen Studie geschaffen zu haben.

Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk