Professor Dr. med. Ulrich Bogdahn
PD Dr. med. Jürgen Föll
Universität Regensburg
Klinik und Poliklinik für Neurologie
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„Vakzinierung mit dendritischen Zellen als wirksame Therapieoption bei Patienten mit Glioblastom“
Patienten mit malignen Gliomen haben trotz multimodaler Therapieansätze, die eine maximale Tumorresektion, Strahlen- und Chemotherapie umfassen, eine schlechte Prognose – Langzeitüberlebende bleiben die Ausnahme. Daher sind neue Therapieansätze notwendig, um die Prognose von Gliompatienten nachhaltig zu verbessern. Immuntherapeutische Ansätze bieten dabei die Möglichkeit, strahlen- und chemotherapieresistente Tumorzellen zu eliminieren.
In dem Projekt sollen autologe, aus Vorläuferzellen im Blut gezüchtete und mit Tumormaterial des Patienten beladende dendritischen Zellen (DZ) für die Therapie von Gliompatienten eingesetzt werden. Ziel des Projektes ist es, mit Unterstützung des Bayerischen Immuntherapie-Netzwerkes in einem interdisziplinären Ansatz die organisatorischen und wissenschaftlichen Strukturen zu schaffen, um DZ unter GMP (Good Manufacturing Practice) - Standard für die klinische Anwendung bei Patienten mit malignen Gliomen am Universitätsklinikum Regensburg zu produzieren und die erzielten Immunantworten unter standardisierten Bedingungen überwachen zu können.
In einem weiteren Schritt soll im Rahmen einer Phase I/II-Studie bei Patienten mit primärem Glioblastom eine kombinierte Radiochemotherapie und Impftherapie mit autologen Tumorlysat-beladenen DZ durchgeführt werden. Primäre Endpunkte der Studie sind die Durchführbarkeit, Sicherheit und Verträglichkeit der Kombinationstherapie, die Analyse der erzielten Immunantworten im peripheren Blut, im Tumor und an der Applikationsstelle der Vakzine sowie die Korrelation der Ergebnisse mit den radiologischen Verlaufsuntersuchungen.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für die Entwicklung weiterer innovativer Therapieansätze bei Patienten mit malignen Gliomen sein, beispielsweise einer gegen Gliomstammzellen gerichteten Immuntherapie, kombiniert mit der lokalen Applikation von TGF-ß2 spezifischen Antisense-Oligonukleotiden.