Immuntherapie

 

Immuntherapien sind Behandlungsformen, bei denen das Immunsystem zu therapeutiaschen Zwecken beeinflusst wird. Hierbei kommen in Abhängigkeit von der Erkrankung stimulierende, modulierende, supprimierende oder substituierende Verfahren zur Anwendung.

 

Stimulierende Verfahren

... sollen zur Stärkung eines normalen oder geschwächten Immunsystems beitragen. Beispiele hierfür sind:

  • die aktive Impfung
  • die Gabe von Immunstimulanzien zur Aktivierung des geschwächten Immunsystems, zum Beispiel im Rahmen einer unspezifisch aktivierenden Immuntherapie bei Tumorerkrankungen

 

Supprimierende Verfahren

... unterdrücken überschießende Immunreaktionen durch pharmakologische oder biomedizinische Substanzen, zum Beispiel

  • bei Autoimmunerkrankungen
  • nach Organ- oder Stammzelltransplantation
  • bei Allergien

 

Substituierende Verfahren

... steigern die Immunfunktion durch adoptiven Transfer immunologisch aktiver Zellen oder Moleküle, zum Beispiel im Rahmen der

  • passiven Impfung mit Immunglobulinen (Tetanus, Botulismus, Rhesus-Inkompatibilität etc.)
  • Verabreichung monoklonaler Antikörper
  • spezifischen Tumortherapie mit T-Zellen, Immuntoxinen und Antikörpern
  • zellulären Therapie von Infektionserkrankungen

 

Modulierende Verfahren

... vermindern die inflammatorische Aktivität des Immunsystems und unterstützen die natürliche Balance von Immunreaktionen, zum Beispiel im Rahmen der

  • Hyposensibilisierung bei Allergien
Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk